
SoSe 2026
Oppositions: Helmut Gebhard
Seminar
Modul: Theorien der Erhaltung / Theories of Conservation (Master Level 2 SWS, 3 Credits)
Was heißt Bauen im ländlichen Raum? Wie gestaltet man unter den Bedingungen der Moderne in angemessener Art und Weise die Umwelt? Welche Bedeutung kommt dabei dem Begriff Heimat zu?
Helmut Gebhard hat sich in seiner Tätigkeit als Architekt und Hochschullehrer wiederholt mit diesen Fragen beschäftigt und darauf Antworten gegeben, die beispielhaft sind für die Bewertung des Bestehenden und dessen Weiterverwendung in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Von 1967 bis 1993 Professor an der Architekturfakultät der TUM, ging es ihm um ein Verständnis einer Gesamtgestalt von Bauten, Orten und Städten. Er sah sie als Ganzheit im Zusammenwirken von Lebensabläufen der Gesellschaft, von Bedingungen der Umwelt, von raumbezogenem Bedürfnis und funktionaler Organisation. Aber was heißt das?
Das Seminar nähert sich dem Wirken und Denken Gebhards von drei Seiten, wobei architektonisches Werk, Schriften und Zeitzeugen Ausgangspunkt unserer Diskussionen sein sollen. Zum einen interessiert uns seine Dissertation System, Element und Struktur in Kernbereichen alter Städte von 1966, die anhaltende Auseinandersetzung mit den Orten seiner fränkischen Heimat. Zum anderen interessiert uns sein architektonisches Schaffen, zunächst in den staatlichen Bauämtern, der Obersten Baubehörde Bayerns und als Leiter des Universitätsbauamts in Regensburg, später als praktizierender Architekt in verschiedenen Partnerschaften. Schließlich verfolgen wir sein Wirken für den bayerischen Landesverein für Heimatpflege.
Im Mittelpunkt unserer vergleichenden Lektüre stehen grundlegende Schriften zu Heimat, Umweltgestaltung und Denkmalpflege im ländlichen Raum, die wir mit Bezug auf das Wirken und einzelne Schriften des Architekten Helmut Gebhard gemeinsam lesen und diskutieren werden.
Das Lektüreseminar dient der kritischen Auseinandersetzung mit Positionen im Umgang mit dem Bauerbe in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, schrittweise eine theoretische Grundlage für das Bauen im Bestand zu entwickeln.
Termine:
Einführung: Montag, 20. April 18:00 Uhr, Raum 4115
Termine: montags, 18:00 - 19:30 Uhr, Raum 4115
mdl. Prüfung: 26. August, 10:00 - 13:00 Uhr, Raum 4115
Betreuung: Prof. Dr. Andreas Putz
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Prof. Andreas Putz (putz(at)tum.de)

SoSe 2025
Oppositions: Erwin Schleich. Theorien zur Rekonstruktion
Seminar
Modul: Theorien der Erhaltung / Theories of Conservation (Master Level 2 SWS, 3 Credits)
Die Zerstörung Münchens im Zweiten Weltkrieg ist heute kaum noch nachvollziehbar. Was aus den Trümmern wiederhergestellt wurde, scheint den meisten Besucherinnen und Einwohnern heute authentischer historischer Bestand zu sein. Wer jedoch genauer hinsieht, erkennt in den scheinbar originalen Zeugnissen deutlich die Spuren und gestaltenden Handschriften des Wiederaufbaus und der historischen Rekonstruktion. Einer der Architekten, die in München maßgeblich an diesem Prozess der »Wiederauferstehung« beteiligt gewesen sind, war Erwin Schleich, dessen Bauten in der Münchner Altstadt und entlang der Ludwigstraße wir uns in diesem Semester vertieft widmen wollen.
Das Seminar schließt an die Vorlesung des Wintersemesters an. Im Mittelpunkt unserer vergleichenden Lektüre stehen grundlegende Schriften zu Wiederaufbau und zur Rekonstruktionsdebatte, die wir mit Bezug auf das denkmalpflegerische Wirken und einzelne Schriften des Architekten Erwin Schleich gemeinsam lesen und diskutieren werden. Neben Exkursionen zu von ihm wiederaufgebauten Bauten werden wir uns mit seinem Nachlass in der Sammlung des Architekturmuseums beschäftigen. Verschiedene Verständnisse des Begriffs der (historischen) Rekonstruktion sollen differenziert werden. Besonders interessiert der Umfang der gestaltenden Veränderung im Zuge von Wiederaufbau und Wiederherstellung.
Das Lektüreseminar dient zur kritischen Auseinandersetzung mit Positionen zum Umgang mit dem Bauerbe in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, schrittweise eine theoretische Grundlage für das Bauen im Bestand zu entwickeln.
Termine:
Einführung: Mittwoch, 30. April 18:00 Uhr, Raum 0340B
Termine: Mittwochs, 18:00 - 19:30 Uhr, Raum 0340B
mdl. Prüfung: 27. August, 10:00 - 13:00 Uhr, Raum 4115
Betreuung: Prof. Dr. Andreas Putz
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Prof. Andreas Putz (putz(at)tum.de)

SoSe 2024
Oppositions: Karljosef Schattner
Seminar
Modul Theorien der Erhaltung / Theories of Conservation (Master Level 2 SWS, 3 Credits)
Everyone nowadays is talking about a new »Umbaukultur«. Building in and with the existing building fabric is increasingly being recognised as the actual task of architecture. While practice is providing more and more examples of how the building of tomorrow could be more resource-efficient, sustainable and self-reflective, there is a lack of a theory of building conservation and rebuilding. In fact, outside the field of heritage conservation. So why not take our starting point here and assess the theories against concrete practice?
In this seminar, which follows the lecture of the winter semester, we want to take an in-depth look at the development of theories of heritage conservation in the 20th century. Our comparative reading will focus on fundamental writings before and after 1964, which we will discuss and examine in relation to the practical work of the architect Karljosef Schattner in Eichstätt. His concrete engagement with Eichstätt's existing building stock did not always correspond to the contemporary ideas of monument preservation, and is nevertheless categorised today as worthy of protection. It certainly shows great possibilities for dealing with existing structures.
Our aim is to gradually develop a theoretical basis of conservation, repair and rebuilding.
Place: Room 4115
Dates: Tuesdays 6.00 – 7.30 PM
Introduction: Tuesday, 16. April 6:00 PM
Trip to Eichstätt: Friday, 03. May, all day
Oral Examination: 03. September